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15.01.2016
Forschungsbericht

Eine Stadt unter der Lupe: Wie Kinder sich entwickeln

In einer Langzeitstudie des „Koko“-Forschungsprojektes an der Universität Hildesheim hat ein Team der Professorin Claudia Mähler sieben Jahre lang erfasst, wie Kinder sich entwickeln – von der Kita über die Grundschulzeit bis in die weiterführende Schule.

Informationen zum Projekt durch die Uni Hildesheim:

Vor sieben Jahre hat die Hildesheimer Professorin Claudia Mähler gemeinsam mit Professor Dietmar Grube aus Oldenburg das Forschungsprojekt „KOKO“ gestartet, in dem ein Team aus Psychologinnen und Studierenden die „differentielle Entwicklung von Kindern“ vor allem im kognitiven Bereich seit ihrem dritten Lebensjahr untersucht (mehr zum Projekt: siehe Infokasten unten). Über einen Zeitraum von sieben Jahren wurde die Entwicklung von insgesamt 200 Kindern im Raum Hildesheim untersucht. Erst gingen sie in den Kindergarten, dann haben die Wissenschaftlerinnen den Übergang in die Schule und die Grundschulzeit begleitet bis die Kinder nun in weiterführenden Schulen angekommen sind.

Ergebnisse aus der Forschung wieder zurückzuspielen in die Praxis sei „eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt“, sagt Claudia Mähler. Mit der Grundlagenforschung hat das Hildesheimer Team das Ziel „die Entwicklungsunterschiede zwischen Kindern besser zu verstehen“. „Wenn Kinder tatsächlich auf der Strecke bleiben oder ein Risiko in der Entwicklung besteht, ist es wichtig, zu intervenieren. Und das können nur diejenigen machen, die die Kinder am meisten sehen. Das sind die Eltern, denen wir regelmäßig Rückmeldungen geben, und das sind die Erzieherinnen“, sagt die Professorin. Deshalb gehen die Wissenschaftlerinnen in Kitas und bieten Fortbildungstage für Erzieherinnen und Erzieher an. „Das ist der Sinn der Sache: Das was wir verstehen vom Gedeihen der Kinder, davon sollen die Erzieherinnen auch profitieren“, beschreibt Mähler die Verbindung von Forschung und Praxis.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Uni Hildesheim