Gerichtsbeschluss erklärt

von:

Opferentschädigung bei Alkoholmissbrauch der Mutter in der Schwangerschaft grundsätzlich möglich

Das Bundessozialgericht hat in einem Beschluss deutlich gemacht, dass ein FASD-Geschädigter nur dann Opferentschädigung verlangen kann, wenn er/sie vor der Geburt durch den fortgesetzten Alkoholmissbrauch der Mutter in der Schwangerschaft dadurch geschädigt wurde, dass die Grenze zum kriminellen Unrecht überschritten wurde. Der Alkoholmissbrauch der Mutter muss also auf einen versuchten Abbruch der Schwangerschaft gerichtet gewesen sein. Anspruch auf Opferentschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz hat nur der Geschädigte, der einen "vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff" über sich ergehen lassen musste (§ 1 Anspruch auf Versorgung). Darüber hinaus muss ein solcher Angriff im Geltungsbereich des Deutschen Gesetzes geschehen sein.
Hinweis

Schutzkonzepte in der Pflegekinderhilfe

Ab dem 24. September 2020 können Sie vielfältige Informationen und -materialien zum Thema „Schutzkonzepte in der Pflegekinderhilfe“ online abrufen. Die Materialien wurden im Rahmen des Projektes „FosterCare“ an den Universitäten Hildesheim, Ulm und der Hochschule Landshut entwickelt und werden sukzessive online bereitgestellt. Am 24. September 2020 können Sie zudem von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr eine Livestream-Podiumsdiskussion zum Thema „Schutzkonzepte in der Pflegekinderhilfe stärken“ verfolgen und sich einbringen.
Politik

Schwerpunkte der SGB VIII-Reform

Der Reform-Gesetzesentwurf des SGB VIII befindet sich nun auf dem Weg der Ressortabstimmung. Das Kanzleramt und verschiedene Ministerien können nun ihre Überlegungen einbringen, bevor der Entwurf an Verbände und die Länder weitergegeben wird. Ende des Jahres soll das Kabinett den Gesetzesentwurf absegnen, dann der Bundestag und später der Bundesrat. Vor zwei Jahren wurde ein solcher Weg schon einmal mit einem Gesetzesentwurf zum SGB VIII beschritten und letztendlich vom Bundesrat gestoppt. Es wird also noch eine Weile dauern, ehe wir eine wirkliche Gesetzesänderung begrüßen können. Der Spiegel hat in einem Artikel die Schwerpunkte der Reform veröffentlicht.
Fachartikel

von:

Qualifizierung in der Pflegekinderhilfe

Dieser Fachartikel wurde im Juni 2020 für das Dialogforum Pflegekinderhilfe erstellt. Das Ziel der Qualifizierung in der Pflegekinderhilfe ist eine Weiterentwicklung des Bereichs als Daueraufgabe, deren Auftrag lautet: Sicherstellung des Schutzes und der Rechte der Kinder, Ermöglichung ihres sicheren Aufwachsens, Förderung ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung und Stärkung ihrer gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten.
Stellungnahme

von:

Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder

Das Deutsche Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht eV (DIJuF) hat am 14. September 2020 eine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder veröffentlicht. Das Institut äußert sich in seiner Stellungnahme besonders zu den geplanten Veränderungen in familiengerichtlichen Verfahren und zu den Straftatbeständen bei sexualisierte Gewalt gegen Kinder. Ebenso hat der Paritätische Gesamtverband im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zum Gesetzentwurf Stellung genommen.
Hinweis

Online-Kurs "Traumapädagogik" - kostenfreie Anmeldung bis 30.9.2020

Der Online-Kurs richtet sich an Fachkräfte, die traumatisierte Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, in ihrem Alltag unterstützen und begleiten. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm und Universitäre psychiatrische Kliniken Basel bieten diesen und andere Online-Kurse im Rahmen des Verbundprojekt ECQAT an. Bis zum 30. September 2020 können Sie sich für diese Kurse kostenfrei anmelden. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktische Werkzeuge für die Umsetzung der traumapädagogischen Haltung im Alltag an die Hand zu geben. Es wird Grundlagenwissen zu Psychotraumatologie und Traumapädagogik sowie Handlungskompetenzen praxisnah und anwendungsorientiert vermittelt.
Hinweis

FASD - Kurzfilm im NDR

Bis 16. September 2020 14.00 Uhr können Sie noch eine Informationskurzfilm über FASD in der Mediathek des NDR sehen. Hier wird ein siebenjähriger Junge vorgestellt, der mit wenigen Monaten in die Pflegefamilie kam und bei dem dann FASD diagnostiziert wurde. Im Bericht werden der Pflegevater Tobias Wolff, Vorstandsmitglied des FASD-Fachzentrum Hamburg und der Kinderarzt Dr. Jan Oliver Schönfeldt zu ihren Erfahrungen mit FASD interviewt. Außerdem stellen wir Ihnen das FASD-Fachzentrum Hamburg vor.
Gerichtsbeschluss erklärt

von:

vom: 
04.12.2019

Kostenheranziehung junger Menschen - Ermessen und Einkommenszeitraum

Erneut gibt es ein Urteil zur Frage der Kostenheranziehung junger Menschen zu den Kosten der Hilfe zur Erziehung. Auch das Verwaltungsgericht Leipzig bezieht sich auf die Heranziehung nach dem Einkommen des Vorjahres. Darüber hinaus setzt sich das Gericht besonders mit der Frage des Ermessens des Jugendamtes auseinander.
Fachartikel

von:

Vergessen die Kinder Schulstoff während der Ferien?

Mit Tipps: So lernt Ihr Kind leichter und spielerischer

Was vergessen die Kinder wirklich? Es sind Informationen, die noch nicht automatisiert (also ganz sicher abgespeichert) sind. Oder Dinge, die nicht alltags- oder lebensrelevant sind oder im Alltag der Kinder keine Bedeutung haben. Auch Dinge, die rein mechanisch auswendig gelernt wurden. Spielen, Beziehung, Erfahrungen sammeln,emotionale Beteiligung, Bewegung und Dinge erschaffen - das sind alles Dinge, die Lernen möglich machen.
Hinweis

von:

Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe – FAQ –

Immer wieder erhalten wir Nachfragen zur Kostenheranziehung junger Menschen. Trotz vieler Informationen ist die Verunsicherung zu diesem Thema noch riesengroß, weil auch weiterhin viele Jugendämter mögliche Veränderungen bisheriger Herangehensweisen ablehnen, obwohl es inzwischen klar stellende Urteile gibt. Anfang des Jahres gab es viele Äußerungen und Absichtserklärungen aus der Politik, ohne dass es Veränderungen in der Gesetzgebung gab. Alle Beteiligten warten also weiterhin gespannt auf die Reform des SGB VIII. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe hat schon im April 2020 eine Broschüre zur Kostenheranziehung junger Menschen herausgegeben, auf die wir nochmals hinweisen möchten. Gleichzeitig finden Sie noch Links zu weiteren Informationen.
Arbeitspapier

von:

Kindgerechte Justiz

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat einen Sammelband mit den verschiedensten Perspektiven herausgegeben, um darzulegen, wie die Rechte von Kindern im Justizsystem verwirklicht werden können. Nach den Leitlinien des Europarates und der UNKinderrechtskonvention bedarf es auch eines Justizsystems, das Kinder verstehen und dem sie vertrauen. Kinder sollten sich in die Lage versetzt fühlen, es nutzen zu können, u.a. wenn sie als Opfer oder als Zeuginnen und Zeugen oder auch als mutmaßliche Straftäterinnen und Straftäter Gewalt und anderen Kinderrechtsverletzungen ausgesetzt sind.
Erfahrungsbericht

Von der Kurzzeitpflege zur Erwachsenenadoption

Mit sechs Jahren nahm die Pflegefamilie den Jungen in Kurzzeitpflege auf. Aus der Kurzzeitpflege wurde Dauerpflege. Aus der Dauerpflege Hilfe für junge Volljährige in einer Vollzeitpflege. Und dann, mit über 30 Jahren eine Adoption des jungen Mannes als Erwachsener nach dem Minderjährigenrecht.
Hinweis

von:

Die Initiative Brückensteine

Die schweizer DROSOS-Stiftung fördert die Initiative Brückensteine in Deutschland. Brückensteine arbeitet mit vielen Partnern zusammen und unterstützt spezielle Projekte für Careleaver. Sie setzt sich für verbesserte Übergänge junger Menschen mit Jugendhilfeerfahrung ins selbstständige Leben ein, denn eigenständig werden wollen heißt nicht, allein gelassen zu werden. 2018 lebten 235.000 Kinder und Jugendliche in Heimen oder Pflegefamilien. Die Mehrheit muss mit 18 Jahren ausziehen und ist ohne familiäre Unterstützung komplett auf sich alleine gestellt. Im Gegensatz dazu verlassen junge Menschen in Deutschland im Durchschnitt erst mit 23,7 Jahren ihr Elternhaus. 
Aktualisierte Finanzvorschrift

von:

Wer bekommt den Kinderbonus?

Der Kindergeldzuschlag (September 200 €, Oktober 100 €) im Rahmen des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz steht auch den kindergeldberechtigten Pflegeeltern zu und kann nicht von der öffentlichen Jugendhilfe beansprucht werden.
Stellungnahme

von:

Stellungnahme von PFAD-Bundesverband zur Vormundschaftsreform

PFAD-Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. konzentriert sich in seiner Stellungnahme von Anfang August 2020 auf die Teile des Referentenentwurfs, die Kinder in Pflegefamilien betreffen. PFAD-Bundesverband begrüßt die Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts, hat jedoch in Bezug auf Mündeln, die in Pflegefamilien leben, Verbesserungsvorschläge.
Fachartikel

von:

Sozialpädagogische Lebensgemeinschaften – eine besondere Form der erzieherischen Hilfen in der Schnittstelle zwischen „Familie“ und Heimerziehung.

Sozialpädagogische Lebensgemeinschaften (SPLGs) sind familienorientierte Lebensgemeinschaften mit einer innewohnenden Fachkraft, die in der Regel ein bis zwei Kinder in ihre Lebensgemeinschaft aufnehmen und gesetzlich der Heimerziehung zugeordnet werden (§ 34 SGB VIII). Bei dem Träger P.E.B.e.V. werden die SPLGs unter die Überschrift "familienanaloge Lebensgemeinschaften" (LGs) gefasst. Deshalb sprechen wir im weiteren Text von sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften (SPLGs) oder (familienanalogen) Lebensgemeinschaften (LGs).
Stellungnahme

von:

Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Der Deutsche Verein hat in seiner Stellungnahme den Referentenentwurf in seiner Zielrichtung sowie überwiegend in seinen Reformvorschlägen unterstützt, denn die Rechte der betroffenen Menschen werden systematisch ausformuliert und zur Grundlage des gesamten Reformprozesses gemacht. Die Rolle des Ehrenamtes in Vormundschaft und Betreuung erfährt eine spürbare Stärkung und das gesamte Vormundschafts- und Betreuungsrecht wird neu geordnet und übersichtlich gegliedert. Zur Weiterentwicklung fordert der Deutsche Verein insbesondere die Förderung von Forschung und forschungsbasierten Praxisprojekten.
Fachartikel

von:

Bedeutung der Pflegeelternvereine / Initiativen

Wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft wird es auch in der Pflegekinderhilfe zunehmend schwieriger, Personen für den ehrenamtlichen Bereich in der Betroffenenhilfe zu finden. Pflegeeltern scheuen sich, in Organisationen tätig zu werden - auf örtlicher oder überörtlicher Ebene. Aber wie soll es zu guten Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe kommen, wenn die Betroffenen selbst - die Pflegeeltern - sich nicht äußern, sich nicht selbst helfen, nicht den Mund aufmachen, wenig Haltung zeigen, mutlos sind? Der Austausch in den sozialen Medien mag dem Einzelnen helfen - aber verändern, verbessern, das Pflegekinderwesen örtlich und politisch beeinflussen: das geht nur über öffentliches Tun.
Nachricht

Häusliche Isolation und familiäre Absonderung von Kindern in Quarantäne sind keine Lösung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat zu Fragen möglicher Quarantäne in Corona-Zeiten eine Mitteilung veröffentlicht, in der es heißt: Kindeswohl hat auch in Krisenzeiten Priorität / Ziel muss sein: Grund- und Kinderrechte wahren / Verhältnismäßigkeit von Corona-Schutzmaßnahmen muss gegeben sein.
Stellungnahme

Zur Reform des Vormundschaftrechts

Das Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) hat am 7. August 2020 eine Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz veröffentlicht.
Forschungsbericht

Vormundschaft im Wandel

Verschiedene Institutionen und Träger haben sich zusammengeschlossen zum Thema: Kontakt, Beziehung und Beziehungsgestaltung zwischen Jugendlichen und Vormund*innen aus der Perspektive von Jugendlichen, Vormund*innen und Erziehungspersonen. Im Rahmen der Studie wurde beabsichtigt, erste Einblicke darin zu gewinnen, wie sich Vormundschaften und die damit verbundenen Gestaltungsprozesse zwischen Jugendlichen und ihren Vormund*innen derzeit darstellen. Im November 2020 wird der Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Vormundschaft im Wandel“ in einem Online-Seminar vorgestellt. Jetzt gibt es vorab eine Kurzfassung des Abschlussberichtes.
Politik

Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Das DIJuF und das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft haben jeweils in ihren Synopsen alte und neue Regelungen bzw. Vorschläge des Gesetzentwurfs für das Vormundschafts- und Betreuungsrechts gegenüber gestellt. Das DIJuF bezieht sich auf die Änderungen im SGB VIII und das Bundesforum Vormundschaften und Pflegeschaften auf die Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).
Stellungnahme

von:

Selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben gehört zu einer inklusiven Gesellschaft

Mit der Bestandsaufnahme und den Empfehlungen möchte der Deutsche Verein eine Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben erreichen. Im Fokus stehen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen an der Grenze zwischen Werkstatt und allgemeinem Arbeitsmarkt. Zudem sollen die Empfehlungen dazu beitragen, dass junge Menschen mit Unterstützungs- bzw. Förderbedarf, die bisher in keinem Leistungssystem integriert sind, künftig berücksichtigt werden, um frühzeitig Hilfen zu erhalten.
Arbeitspapier

Kinder vor Gewalt zu schützen heißt Hilfeprozesse zu stärken – Kinderschutz ist mehr als Strafverfolgung

Ein Zwischenruf der Kinderschutz-Zentren zur aktuellen Debatte. Die jüngst bekannt gewordenen Fälle von Gewalt an Kindern zeigen in aller Dramatik die Dimensionen von Ursachen, Formen und Folgen von Gewalt. Es sind Fälle organisierter, systematischer schwerer sexueller Gewalt in einem Ausmaß, das fassungslos macht. In der derzeitigen medialen und politischen Debatte fehlt es an Differenzierung und vielen fachlich notwendigen Überlegungen, denn organisierte systematische Gewalt unterscheidet sich in Ursachen, Dynamik, Verlauf und Handlungserfordernissen von Gewalt in der Familie und in Beziehungen im Nahfeld von Kindern und Jugendlichen.
Arbeitspapier

von:

Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen

Im Fall von sexueller Gewalt bzw. dem Verdacht auf sexuelle Gewalt gegen ein Kind oder ein*e Jugendliche*n stellen sich für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf die Einleitung und den Ablauf eines Strafverfahrens zahlreiche Fragen. Das DIJuF hat auf Basis eines in seiner Fachzeitschrift 'Jugendamt' erscheinenden Artikels immer wiederkehrende Fragen und entsprechende Antworten zum Thema in einem Arbeitspapier zusammengefasst und auf seine Webseite gestellt.
Arbeitspapier

Schulbegleitung in Zeiten von Corona

Das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz und AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. haben sich mit der Frage der Schulbegleitung in Corona-Zeiten beschäftigt. Da die Schulpraxis nach den Sommerferien noch unklar ist, ist auch die Situation für die Schulbegleitung ungeklärt. Kann und soll Schulbegleitung auch außerhalb des Ortes Schule – im Homeschooling – stattfinden? Der Blick auf die aktuelle Praxis zeigt, dass übergreifende Lösungen für den Umgang mit der Schulbegleitung unter Bedingungen der Corona-Einschränkungen noch fehlen.
Hinweis

Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe – nicht nur zu Zeiten von Corona

Die Ständige Fachkonferenz 1 (SFK 1) „Grund- und Strukturfragen des Jugendrechts“ des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht eV (DIJuF) hat sich ausführlich mit der Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe befasst und am 7.7.2020 einen "Zwischenruf" mit wesentlichen Fragen und Überlegungen zu diesem Thema veröffentlicht.
Arbeitspapier

Für eine konsequente Stärkung der ehrenamtlichen Vormundschaft!

Der AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. hat eine Stellungnahme zum vorliegenden Gesetzesentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechtes erarbeitet und sich speziell auf die Förderung der ehrenamtlichen Vormundschaft bezogen. Die AWO weist darauf hin, dass im Rahmen eines Projektes das stabilisierende sowie entwicklungs- und integrationsfördernde Potenzial der ehrenamtlichen Vormundschaft eindrucksvoll belegt werden konnte.
Forschungsbericht

Bundesweite Elternbefragung zu Homeschooling während der Covid 19-Pandemie

Forschungsbericht der Universität Koblenz-Landau: Als Folge der Covid-19-Pandemie wurden am 16. März 2020 die Schulen in Deutschland geschlossen und alle Kinder und Jugendlichen sollten zu Hause im Homeschooling lernen. Was bedeutet das für Eltern und wie funktioniert das Homeschooling aus deren Sicht? Mit der Teilnahme an der Eltern-Befragung konnte jeder und jede dazu beitragen, wichtige Forschungserkenntnisse zum Homeschooling im Zuge der Covid-19-Pandemie zu liefern.
Stellungnahme

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Sexueller Missbrauch - 10 Thesen die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen

In Vorbereitung und aus Anlass eines Expertengesprächs im BMFSFJ, auf Einladung von Bundesfamilienministerin Dr. Giffey hat Prof. Jörg M. Fegert zehn Thesen formuliert und mit Arbeitsergebnissen belegt. Sie sollen psychisches Leid sowie körperliche und psychische Langzeitfolgen durch Prävention und geeignete Intervention mindern, denn es ist wichtig, dass Betroffene und ihre Interessen bei politischen Debatten im Fokus stehen und nicht allein die Täter und Täterinnen und ihre abscheulichen Taten.
Hinweis

Rechte von Care-Leavern / Jungen Volljährigen

Junge Menschen, die in stationären Wohngruppen, Pflegefamilien, Erziehungsstellen oder anderen Betreuungsformen der Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen sind, erleben den Übergang ins Erwachsenenleben mit vielen Fragen und Herausforderungen.Die IGFH und die Stiftung Uni Hildesheim haben für diese jungen Erwachsenen einen umfangreichen Flyer entwickelt und herausgegeben, mit dem auf die Rechte der Care-Leaver hingewiesen wird, z.B. auf den Anspruch auf Beratung und Betreuung oder auch auf finanzielle Unterstützung.
Hinweis

Sexuelle Gewalt gegen Kinder – die ununterbrochene Pandemie

Das Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (bekannt als „Lanzarote-Konvention”) feierte am 1. Juli den 10. Jahrestag seines Inkrafttretens. Das Thema ist heute ebenso aktuell wie damals. Daher fordert der Europarat diese „ununterbrochene Pandemie” gemeinsam weiter zu bekämpfen.
Politik

Fortbildungsverpflichtung für Richter

Bündnis 90/Die Grünen haben einen Gesetzentwurf zur Veränderung und Ergänzung des Deutschen Richtergesetzes erarbeitet und dies in den Bundestag eingebracht. Hierbei geht es generell um das Recht und die Pflicht auf Fortbildung für Richter und Staatsanwälte.
Stellungnahme

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Stellungnahme zur Verbesserung der Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren zum Projekt "Weiterentwicklung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Hilfen und der Prävention seelischer Störungen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland - Entwicklung und Abstimmung von Handlungsempfehlungen". In Deutschland besteht ein sich stetig verbesserndes, aber noch keineswegs hinreichendes und umfassendes Versorgungsangebot rund um die Bedarfe psychisch erkrankter und hochbelasteter Kinder und Jugendlicher. An zahlreichen Stellen bleiben Lücken und Schwierigkeiten erkennbar: in Versorgungsvielfalt, in durchgängiger Infrastruktur, in Zugängen und in multiprofessionellem und einrichtungsübergreifendem Miteinander.
Politik

Änderungen im Referentenentwurf zur Vormundschaft mit Bezug auf Pflegepersonen

Der Gesetzentwurf und die Erläuterungen dazu umfassen insgesamt 473 Seiten. Im Gesetzentwurf gibt es auch erstmalig Regelungen zur Zusammenarbeit von Pflegepersonen und Vormündern, wenn das Kind dauerhaft bei den Pflegeeltern lebt. Wir haben hier die entsprechenden Erläuterungen und Entwürfe der Paragrafen zusammengestellt. Da eine Vielzahl von Pflegepersonen auch Vormünder ihrer Pflegekinder sind oder daran Interesse haben, es zu werden, haben wir auch die Auszüge über ehrenamtliche Vormundschaften herausgezogen. Von Bedeutung finden wir auch die Möglichkeit, einen vorläufigen Vormund zu beauftragen, um mit der Suche nach dem geeigneten Vormund mehr Zeit zu haben.
Hinweis

Zögerlicher Ausbau des gemeinsamen Lernens trotz hoher gesellschaftlicher Akzeptanz

Der Ausbau der Inklusion an deutschen Schulen kommt vielerorts nicht voran. Dabei bringt inklusiver Unterricht Lernvorteile und trifft auch auf grundsätzliche Zustimmung der Eltern, wie die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie darlegt. Dennoch lassen die aktuellen Länderprognosen zur Entwicklung von Schüler- und Lehrerzahlen bis 2030 weiteren Stillstand erwarten.
Fachartikel

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Unterstützungsmöglichkeiten für leibliche Kinder in Pflegefamilien mit Kindern mit Behinderungen durch die sozialpädagogischen Fachkräfte des begleitenden Fachdienstes

Extrakt der Masterarbeit der Autorin, die als Sozialpädagogin bei einem Freien Träger in der Begleitung und Beratung von Pflegefamilien mit Kindern mit Behinderungen tätig ist. Die Arbeit hat sich im besonderen Maße mit den leiblichen Kindern der Pflegefamilien beschäftigt, denn gemäß aktuellem Forschungsstand nehmen leibliche Kinder eine wichtige Rolle im Pflegeverhältnis ein, haben Einfluss auf dessen Entwicklung und können auch einen Grund für eine mögliche Beendigung darstellen.